Rathaus Aktuell: Gemeidne Kißlegg

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Pressebericht TUA-Sitzung

Artikel vom 01.10.2020

Presseartikel Technik- und Umweltausschuss 23.09.2020

TOP 1
Laufende Flurbereinigungsverfahren in Kißlegg
-Sachstandbericht
-Sachvortrag Herr Hilsenbeck, Flurbereinigungsbehörde Ravensburg

Bürgermeister Krattenmacher begrüßte Herrn Hilsenbeck.

Kißlegg sei eine Schwerpunktgemeinde der Flurbereinigung, sagte Herr Hilsenbeck zu Beginn seiner Ausführungen. Flurbereinigungsverfahren seien dynamische, auf eine lange Zeit angelegte Verfahren, die nicht ohne die Mitarbeit der Gemeinde funktionieren.

Herr Hilsenbeck stellte die fünf Verfahren vor, die in der Gemeinde durchgeführt wurden bzw. noch nicht abgeschlossen sind oder noch anstehen:

-Kißlegg, 2012 abgeschlossen, Ziele waren der Gewässerentwicklungsplan „Kißlegger Ach“, „Pfeifengraswiese Gründlenried“, Fuß- und Radwegverbindung Immenried/Kißlegg

-Kißlegg –Furtmühle, begonnen 2005, geplantes Ende 15.09.2020, Ziele sind die Neuvermessung „Wolfegger Ach, Gewässerentwicklungsplan „Wolfegger Ach“ und Brücken- und Feldwegeneubau

-Kißlegg-Herrot, begonnen 2015, Abschluss geplant 2024, Ziele sind Grunderwerb für den Straßenbau, Bodenordnung zur Vermeidung der durch den Straßenbau verursachten Nachteile

-Kißlegg-Rempertshofen, Anordnung des Verfahrens 22.12.2015, Ziel sollen die Realisierung einer Wegeverbindung zwischen Kißlegg und Rempertshofen, die Sicherstellung der Erschließung landwirtschaftlicher Betriebe, die Umsetzung des Konzeptes zur ökologischen Aufwertung des Obersees und die Unterstützung des Landkreises beim Ausbau/Verlegung der Kreisstraße K 7937 durch Bodenordnung sein.

-Kißlegg-Immenried, diese Maßnahme soll in Angriff genommen werden, Zeitraum 20 Jahre, als Ziele sind festgelegt die Agrarstrukturverbesserung, Schaffung gesicherter Rechtsverhältnisse, Erschließung der Hofstellen, Gewässerentwicklung und die Modernisierung des Wegenetzes einschließlich Gemeindeverbindungsstraßen.

Bürgermeister Krattenmacher und der Gemeinderat bedankten sich bei Herrn Hilsenbeck für die Einblicke in die umfangreichen Aufgaben der Flurbereinigung.

TOP 2
Grünflächenpflege

-Friedhof St. Anna
-Spielplatz Schlingsee
-Lindenbergele

Bauhofleiter Uwe Minsch hielt den Sachvortrag. Er begann mit dem Friedhof St. Anna und hier mit dem Thema Unkrautbekämpfung. Es solle zur Diskussion gestellt werden, ob der Pflegeaufwand gesenkt werden oder ob in ein Heißwassergerät zur Unkrautbekämpfung investiert werden solle. Die Kosten hierfür lägen je nach Ausführung zwischen 30.000 und 100.000 Euro. Bisher sei ein solches Gerät dreimal jährlich gemietet worden. Bürgermeister Krattenmacher sprach sich dafür aus, die Behandlung der Hauptwege in Auftrag zu geben und das weitere Vorgehen bei der Haushaltsberatung zu behandeln.

Das nächste Problem sei der Ameisenbefall des Spielplatzes Schlingsee. Die bisherige ökologische Bekämpfung, auch unter Einsatz von Experten, sei bisher nicht erfolgreich gewesen. Da mit herkömmlichen Mitteln das Problem nicht in den Griff zu bekommen sei, beschloss der Gemeinderat auf Vorschlag des Bürgermeisters Angebote für weitere Bekämpfungsmaßnahmen einzuholen und wieder ins Gremium zu kommen.

Beim Lindenbergele stellte Herr Minsch die Planung zur Pflanzung von Kastanienbäumen in zwei Reihen nördlich des neu geplanten Weges vor. Es solle die robustere Rote Kastanie gepflanzt werden, und zwar so, dass künftige bauliche Nutzung des Geländes möglich sind. Die Gemeinderäte waren mit der vorgestellten Pflanzung nicht einverstanden. Von einer Pflanzung sollte bis zur endgültigen Fertigstellung des Areals abgesehen werden. Man einigte sich darauf, die Lücken entlang der Wangener Straße zu bepflanzen.

TOP 3
Schlosspark Kißlegg

-Vorstellung von Entwicklungsmaßnahmen

Gemeinsam mit dem Baufhofleiter hatten sich die Bauhofgärtner, Frau Helmlinger und Herr Hermann, Gedanken für eine teilweise Umgestaltung und Pflanzungen im Schlosspark gemacht. Bürgermeister Krattenmacher begrüßte die Gärtner am Sitzungstisch und gab ihnen Gelegenheit, ihre Ideen dem Gremium vorzustellen. In einer Präsentation stellten sie eine mögliche Neugestaltung vor. Der große und kleine Weiher sollen umgestaltet und aufgewertet werden, der Platz der Wandertrilogie und bei der Riedisser-Statue sollen verbessert werden. Die Erhöhung bei der Marienstatue sollte neugestaltet werden, um hier einen schönen Aussichtspunkt schaffen zu können. Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern sollten entstehen vom Bahnhof bis zum Mammutbaum (Dreieck), bei den Lücken entlang der Parkstraße und auf dem Fußweg vom DRK-Heim zum großen Weiher. Herr Minsch fügte hinzu, dass all diese Maßnahmen Grundgedanken zu einer Neugestaltung seien und vom Bauhof selbst umgesetzt würden.

Bürgermeister Krattenmacher bedankte sich bei den Bauhofmitarbeitern für ihre Arbeit. Sie hätten dargelegt, wie die Gemeinde selber den Park entwickeln könne. Er wies darauf hin, dass viele der im Park stehenden Eschen wegen Krankheitsbefall und daraus folgenden Sicherheitsproblemen gefällt werden müssten und andere Bäume nachgepflanzt werden.

Bei der anschließenden Diskussion waren die Gemeinderäte von den Vorschlägen der Gärtner begeistert. Es solle nun eine Projektliste bzw. eine Prioritätenliste aufgestellt werden, die mit einem Budget versehen werden solle.

 

TOP 4
Erneuerung der Straßenbeleuchtung

-Sachstand
-Grundsatzbeschluss

Bauamtsleiter Rommel führte mit einer Präsentation in die Thematik ein. Er erklärte, die Kommunen würden 30 bis 50 % ihres Stromverbrauches für die Straßenbeleuchtung aufwenden. Dies sei notwendig, um die Verkehrssicherungspflicht im öffentlichen Raum zu gewährleisten. Dies führe aber auch zu einer sogenannten Lichtverschmutzung unserer Umwelt. Derzeit werden in der Gemeinde Quecksilberdampfleuchten, Energiesparlampen 52 Watt und LED-Lampen 18-30 Watt eingesetzt. Nun würden Umrüstungen, Ersatzbeschaffungen und Neubeschaffungen von Straßenbeleuchtungskörper anstehen. Dabei sei zu beachten, dass die Leuchten untere anderem zu der vorhandenen Steuerungstechnik passen und dass es eine Liefergarantie für Ersatzteile auf Jahre gebe. Bei Neubeschaffungen habe sich LED Technologie durchgesetzt. Herr Rommel stellte dem Gremium die in Frage kommenden Leuchten für innerorts und für Ortsrandlagen vor. Gerade die für die Ortsrandlagen vorgesehenen L-förmigen Leuchten seien insektenfreundlich und in der Anschaffung günstiger. In den bestehenden innerörtlichen Bereichen solle weiter auf pilzförmige Leuchten gesetzt werden, weil dies u.a. aufwändige Tiefbauarbeiten erspare.

Einstimmig fasste der Technik und Umweltausschuss den Beschluss, die Straßenbeleuchtung weiter auf LED-Technologie umzustellen und einen insektenfreundlichen Lampentyp zu verwenden. Bei der Erneuerung von Lampen sind innerorts LED Pilzleuchten mit max. 16 Watt und max. 3000 Kelvin und außerorts bzw. in Randlagen entsprechende Funktionsleuchten zu beschaffen

TOP 5
Stellungnahmen zu laufenden Baugesuchen

-Schlossstraße 40, Flst.-Nr. 314/4 und 315/5
Abbruch Wohnhaus mit ehemaliger Bäckerei, Neubau Doppelhaus mit Carport und Fahrradschuppen

Bauamtsleiter Rommel stellte dem Gremium das Bauvorhaben vor.

Bürgermeister Krattenmacher freute sich über die hochwertige Nutzung für ein altes Gebäude. Er dankte den Bauherren, die in Schloss- und Herrenstraße investieren.

Das gemeindliche Einvernehmen wurde bei einer Enthaltung erteilt.

 

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